Karfreitag

 

Am Karfreitag wurde Jesus Christus durch Pontius Pilatus verurteilt und am Kreuz hingerichtet. Die Bibel beschreibt mit einfachen, nicht reisserischen Worten was geschah.     <Bibeltext>

An diesem Tag fand die größte „Rettungsaktion“ der Menschheit statt!

Die Chronologie des Kreuzigungtages:

Donnerstag ab 18 Uhr im Obersaal

  • Passahmahl
  • Fußwaschung
  • Einsetzung des Abendmahls
  • Abschiedsreden
  • Das Gebet Jesus für seine Jünger

Freitag ab Mitternacht
bis ca. 2 Uhr in Gethsemane

  • Gebet
  • Verrat durch Judas Iskariot
  • Verhaftung

Ca. 2 Uhr bis kurz nach Sonnenaufgang

  • Verhör beim einstigen Hohenpriester Annas
  • Verhör beim amtierenden Hohenpriester Kajaphas
  • dreimalige Verleugnung des Petrus
  • Prozess vor dem Sanhedrin
  • Selbstmord des Judas

Ca. 5 – 8 Uhr Verhöre vor den römisch-bürgerlichen Gewalten

  • Verhandlung vor Pontius Pilatus
  • Prozessübergabe an Herodes Antipas
  • Prozess und Verurteilung durch Pilatus (ca. 6 Uhr)
  • Geißelung
  • Verspottung durch die Soldaten

8 – 15 Uhr Kreuzigung

  • Der Weg nach Golgatha
  • die ersten drei Stunden am Kreuz
  • Die zweiten drei Stunden am Kreuz (Finsternis)
  • Zeugnis des Todes Jesus;
    Vorhang im Tempel zerreist;
    Tote erwachen

vor Sonnenuntergang

  • Grablegung

Gut möglich, dass diese Olivenbäume im Garten Gethsemane
schon zur Zeit von Jesus dort gestanden sind.

Die Kreuzigung


Die Kreuzigung war eine der grausamsten Hinrichtungsmethode der Römer.  Sie hatten diese Todesstrafe von den Karthagern übernommen. Sie durfte nur bei Sklaven und gemeinen Verbrechern angewandt werden. Römische Bürger durften nicht gekreuzigt werden.
Ein möglichst langsamer und qualvoller Tod sollte den Verurteilten demütigen und Zuschauer abschrecken.  Um ein möglichst langes Leiden zu erzielen, achtete man darauf, einen zu grossen Blutverlust zu verhindern.   Zuvor wurde der Betroffene entkleidet und mit einer Peitsche, in deren Lederbändern oft kleine Knochen- und Metallstücke befestigt waren, zusätzlich gequält.  Nach der Geißelung wurde das Opfer gezwungen, den Querbalken seines eigenen Kreuzes, zur Hinrichtungsstätte zu tragen. Dieser konnte bis zu 50 Kilogramm wiegen.  Daher musste dem Verurteilten manchmal beim Tragen des Querbalken geholfen werden.

An der Hinrichtungsstätte angekommen, wurde der Querbalken auf den Boden gelegt und das Opfer musste sich nackt drauflegen. Spitze, rund 1cm dicke Nägel wurden durch die Handwurzelknochen oder den Raum zwischen Elle und Speiche getrieben.  Dann wurde der Verurteilte an dem gut 3 m hohen Pfahl, der auf dem Strafplatz stand, hochgezogen.  Mit den etwa 17cm langen Nägeln wurden dann auch die Füsse durch die Fußwurzel oder das Fersenbein angenagelt, was ein Skelettfund in Jerusalem aus dem 1. Jahrhundert bestätigt. Hier steckte noch ein Nagel im Fersenbein.  Die Kleider des Gekreuzigten fielen dem Hinrichtungskommando zu.  Über dem Kreuz wurde eine Tafel mit der Urteilsbegründung angebracht.

Das Sterben konnte sehr lange dauern, besonders, wenn der der Pfahl einen hervorstehenden Pflock besaß, auf dem die Last des Körpers ruhte. Die Nägel verursachten unerträgliche Schmerzen durch die verletzten Nerven. Den Aufgehängten quälten furchtbarer Durst und rasende Kopfschmerzen, heftiges Fieber und Angstzustände. Die Hängelage verursachte Atemnot, und der Verurteilte konnte dem Erstickungstod nur entgehen, indem er sich, gestützt auf den Nagel durch die Füße, vorübergehend aufrichtete. In abwechselndem Senken und Heben des Körpers, in Atemnot und Atemschöpfen, vollzog sich der Todeskampf, in dessen Verlauf es zu Flüssigkeitsansammlungen in Brust- und Bauchhöhle kam.  Manchmal führte man den Tod durch das Zerschlagen der Schenkelknochen herbei, um die Qual abzukürzen. Nach dem eingetretenen Tod prüften römische Soldaten durch einen Lanzenstich in den Bauch, ob der Hingerichtete wirklich tot war.

Das waren aber «erst» die Leiden, die die Menschen dem Herrn Jesus zugeführt haben.
Das Schlimmste geschah in den drei Stunden der Finsternis, wo er zur Sünde gemacht wurde (2.Kor 5,21) und deswegen von Gott verlassen wurde (Psalm 22,2). Die Strafe für unsere Sünden wurde an ihm, dem völlig Unschuldigen vollzogen. Was in diesen drei Stunden der furchtbaren Leiden wirklich geschah, können Menschen nicht ermessen. Es bleibt uns nur IHN für seine grosse Liebe und was er für uns erduldet hat anzubeten.

Chronologische Reihenfolge der letzten 7 Worte Jesus:

  1. Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.   Luk 23,34
  2. Wahrlich, ich sage dir: noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein.  Luk 23,43
  3. Frau, siehe, das ist dein Sohn! – Siehe, das ist deine Mutter!  Joh 19, 26-27
  4. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?  Math 27,46
  5. Mich dürstet.  Joh 19,28
  6. Es ist vollbracht!  Joh 19,30
  7. Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände.  Luk 23,46
Hinschauend auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete.    (Hebr.12,2)
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